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PF 750C im Einsatz

 

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Nachdem ich auf der Intermodellbau in Dortmund an einem Stand mit einer voll beleuchteten Kirmes vorbeikam, hatte ich nur noch den Wunsch auch so etwas zu bauen. Leider stellte sich dieses Vorhaben aufgrund der kleinen Beleuchtungselemente als sehr problematisch da was unweigerlich zu mancher ungeplanten Zahlung von "Lehrgeld" geführt hat.
Diverse Vorrichtungen zubestücken der Platinen wurden gebaut, die aber allesamt nicht so recht passen wollten. Auch das Ausschneiden und mechanische Nacharbeiten der komplizierten geometrischen Figuren klappte nicht immer so, wie ich es gerne gesehen hätte.
Der Gedanke, dieses Hobby zu beenden stand nah.

Als letzte Möglichkeit beschloss ich im Oktober 2006 mir eine CNC-Fräse zuzulegen. Um Informationen einzuholen und mir gleichzeitig die Maschinen vorführen zu lassen, besuchte ich verschieden Messen und auch Hersteller. Entschieden habe ich mich letztendlich aufgrund der stabilen Z-Achse für die PF 750 C. Auch die überzeugende Beratung bei der Vorführung war ein entscheidender Punkt für den Kauf. Viele Versuche wurden gefahren, um die üblichen Anfangs- und Abstimmungsprobleme zu beheben. Dafür musste leider auch der ein oder andere Fräser sein Leben lassen. Aber ich habe diese Entscheidung nicht bereut.
Die Platinen werden jetzt gefräst, was das Ende der Arbeit mit den nicht gerade gesundheitsfördernden Ätzmitteln bedeutete. Das Ausfräsen und Bestücken der Platinen funktioniert einwandfrei. Umbauten von den Originalbausätzen der Verkaufs- und Fahrgeschäfte ist überhaupt kein Problem mehr.
Ein Teil ist wie das andere und Eigen- und Umbauten an Schiffs-, Auto-, und Flugmodellen wurden mit Erfolg getätigt. Es macht einfach Spaß wenn man sieht, wie alles passt und funktioniert. Die sonst für kleine Rundteile (Schleiferinge) benutzte Drehbank ist kaum noch in Betrieb, da es mit der Fräse einfacher ist. Wenn die Fräse ordentlich abgestimmt ist, ist ein Nachmessen der Durchmesser und Konturen fast nicht mehr nötig. Das minimiert die Herstellungszeit erheblich, und ich kann mich während die Fräse ihre Arbeit verrichtet um andere Dinge kümmern, was wiederum zu mehr Freizeit für private Angelegenheiten zur Folge hat. Das freut besonders meine Kinder, für die ich bedeutend mehr Zeit habe.
Demnächst werde ich andere Projekte außerhalb der Modellbaubranche verwirklichen. Es ist fantastisch, wie viele Ideen man bei der Arbeit mit der Fräse entwickelt, die sich auch realisieren lassen.


Markus Meixner aus Oelde